Sandra Stütze

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Achtung! Änderungen in den Trainingszeiten beachten.

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Rally Obedience

Man nehme eine ordentliche Prise Unterordnung und Obedience, würze sie mit einem Schuss Agility - und heraus kommt: Rally Obedience! So ähnlich war es wohl, denn man zog als Vergleich die Sportart Agility heran, die sich eh und je größter Beliebtheit erfreute. Was macht Agility so beliebt? Was schätzen Teilnehmer und Zuschauer so sehr daran? Nun, wahrscheinlich in erster Linie Action und Geschwindigkeit. Die Teams absolvieren dabei alle Hindernisse in einem rasanten Lauf, ununterbrochen von Anweisungen des Richters. Während des gesamten Laufes ist eine intensive Kommunikation zwischen Hund und Mensch erforderlich und erlaubt: Der Mensch darf mit dem Hund reden, ihn anfeuern und ihm beliebig viele  Hör- und Sichtzeichen geben. Unterschiedliche Parcours anstelle des in der klassischen Unterordnung üblichen starren Laufschemas fordern auch den Menschen: Er ist gefragt, eine Strategie zu entwickeln, den Hund möglichst schnell durch den Parcours zu führen.

Wie also Elemente dieses Erfolgskonzeptes in die Unterordnung einfließen lassen? Des Rätsels Lösung lag nah: Statt Hindernissen mussten Schilder in den Parcours, die die einzelnen Übungen der Unterordnung symbolisieren und vom Hund-Mensch-Team absolviert werden müssen. Und so wurde Rally Obedience geboren!

Und wie funktioniert’s nun genau?

Nun, Rally Obedience trägt seinen Namen nicht von ungefähr: Es heißt so, weil es aufgebaut ist wie eine Rally: Das Mensch-Hund-Team bewegt sich dabei möglichst schnell mit dem Hund bei Fuß durch einen Parcours, innerhalb dessen verschiedene Stationen zu durchlaufen sind. Die Stationen bestehen aus Schildern, die dem Team sagen, was an dieser Stelle zu tun ist und in welche Richtung es nach Erfüllung der Aufgabe weiter geht.

Die Stationen

Jedes Schild trägt ein Symbol für eine Übung aus dem Obedience- bzw. Unterordnungsbereich: Wendungen in jede Richtung und um 90°, 180°, 270° oder 360° zum Beispiel, ein Slalom um Pylonen, das Voraussenden über eine Hürde, Bleib-Übungen, Vorsitzen, Platz aus der Bewegung und so weiter. Insgesamt 46 verschiedene Übungsschilder stehen zur Verfügung.

Der Parcours

Ein Parcours besteht aus im Schnitt 20 dieser Übungen. Er muss innerhalb von vier Minuten absolviert werden und wird in einem 15 m x 24 m-Areal aufgebaut. Ähnlich wie im Agility werden stets neue Parcours erdacht: Die Parcours variieren zum einen durch die Auswahl der benutzten Übungen und zum anderen durch deren Reihenfolge im Parcours.

Wer kann mitmachen?

Das Schöne am Rally Obedience: Es gibt kaum ein Hund- und Mensch-Team, für das sich diese Sportart nicht eignet!  Große und kleine, alte und junge, dicke und dünne, unbegrenzt mobile und mobilitätsbegrenzte  Menschen und Hunde können und sollen teilnehmen. Auch die Anforderungen an den Trainingsstand halten sich in Grenzen: Schon mit ein bisschen Übung  ist ein Parcours erfolgreich zu bewältigen. Ganz abgesehen davon wird für den Rally- Obedience-Parcours so wenig Zubehör benötigt, dass sich jeder mit minimalem materiellen und finanziellen Aufwand seinen persönlichen Parcours zusammen stellen kann, der dazu noch unbeschränkt mobil ist und im heimischen Garten genau so wie auf der Hundewiese oder im Urlaub zum Einsatz kommen kann.

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